Mittwoch, 26. Juni 2019

Bordüren in Kurrent

Mein Interesse an Kalligraphie
 ist bereits in der Volksschule, wie sie damals hieß, geweckt worden. Es gab das Fach Schönschrift, in dem sogar noch die Kurrent-Schrift gelehrt wurde, als Deutsche Schrift wurde sie bezeichnet. Ich erinnere noch blass, dass mir das Schreiben Spaß gemacht hat...doch nur in einem Schuljahr praktiziert, habe ich danach alles wieder vergessen.
Schon oft habe ich mich geärgert, dass ich alte Texte oder Postkarten nicht entziffern kann, so auch nicht diese, der kürzlich erworbenen Flohmarktschätze von Rechnungs- und Haushaltsbüchern.


Den entscheidenden Anschubser, endlich mal mit dem Lernen anzufangen, bekam ich von Tabea, die von einem Mücke-Kurs erzählte...
... tja, und seitdem bin ich dran!  Mit dem kleinen L ging's los...


... bis gestern noch auf meinem Lieblings-Arbeitsplatz im Sommer. Seit vorgestern geht hier leider nichts mehr, denn trotz Sonnenschutz ist es unaushaltbar heiß hier auf dem Südbalkon!

Die Steine sind keine Deko, sie verhindern den Blätter-Flug! 
In dieser Perspektive sieht mein Balkon übrigens viel größer aus, als er ist - der Tisch misst nur 50x80cm!

Beim Worte-Üben kam mir die Idee, 
Bordüren für den letzten Borten-Mustermittwoch zu schreiben.
Worte und Buchstaben gegeneinander gesetzt und hochkant ins Sketchbook geklebt...





Meine Schreibübung könnte doch fast als Klöppel-Spitze durchgehen, oder!?
Jetzt schicke ich sie, ganz stolz auf mich, in die Sammlung der Müllerin...

Bald werde ich das hier, wenn auch nur langsam, lesen können,
denn ich habe gerade mit den schönen Großbuchstaben begonnen...und eine erste Postkarte in Kurrent kam schon gestern von ihr - jaaaah, alles verstanden! Bald kann ich mich revanchieren, du Liebe!


Kommentare:

  1. Ach, Ulrike, was hast du wieder für wunderbare Ideen! Die tollen schwarz-weißen Bordüren erinnern mich auch an gestickte und (an Häuserwände) gemalte Ornamente, die ich einmal in einem kleinen slowakischen Dorf bewundert habe. Auf deine neuen Blätter bin ich richtig neidisch :-) ich muss wohl doch mal wieder auf den Flohmarkt....
    So langsam wird es auch auf unserem Balkon zu heiß, wie schade, denn alles blüht und wächst (und braucht 2x Wasser am Tag).
    Liebe Grüße
    Christine

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  2. Ganz großartig! Wir haben noch ein paar alte Dokumente, das waren wahre Schreibkünstler. Ich habe das als Kind auch so gerne gemacht. Du hast mich auf eine Idee gebracht. Selbst in unserem Schattengarten geht draußen nix mehr.
    LG
    Magdalena

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  3. ....bewundernswert, diese Geduld und Akribie!!!!
    Ich sollte es auch wieder einmal versuchen ;-(
    Schönen Gruß,
    Luis
    (wir haben im Haus derzeit gemütliche 23°)

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  4. So ein schöner Balkon-Arbeitsplatz... Auch ich flüchte mich gleich von meinem Schattenplatz im Garten ins Haus... Nur am See wäre es noch auszuhalten, doch bis dahin reicht das WLAN nicht... Die "geschriebenen" Bordüren sind himmlisch... Karen und ich schrieben am Montag hier auch. Jetzt habe ich schon ein paar Minuten auf Margarete Mückes Websites verbracht. Eigentlich bin ich hier auf unserer Baustelle rund um die Uhr beschäftigt, und im Keller ist es wunderbar kühl... Doch ein paar kreative Pausen dürfen sein... Liebe Grüße Ghislana

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  5. Wow, wow, wow - wie wunderbar das ist und wie wunderschön, und ach ich bin hin und weg! Toll, deine SChrift und wie schön, dass du bald alles lesen können wirst aus den Fundbüchern :-) LG. susanne

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  6. Du warst schön fleißig und ich finde Schreibschrift schon immer mustergültig passend.Schwarz auf weiß gefällt mir besonders, hängt aber auch mit dem Werkzeug zusammen.In den Ausführungen spitzer sieht toller aus.
    Das Buch ist so toll!
    Konnte mich nicht zu einem Beitrag aufraffen, mußte erstmal auftanken.
    Lieben Gruß, Karen

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  7. coole idee, das bordürenthema so umzumünzen - sehr kreativ!!:)
    wir hatten auch in der volksschule noch "schönschreiben" als extra fach, und ich hab das auch sehr gern gemacht. "altdeutsche schrift" hieß das, oder sütterlin ... ein bisschen was kann ich mir noch zusammenstöpseln, aber flüssig lesen geht nicht. wie gleichmäßig du schreibst! und ohne klekse! da müsste ich wieder lange üben.
    auf dem balkon bei dir sieht es auch sehr schön aus! mit dem gießen kommst du im moment wsl kaum hinterher...
    liebe grüße, johanna

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  8. Die schreibt wie gestochen, das hat man doch früher gesagt, oder? Fällt mir jedenfalls zu deinen Schriftbordüren ein, die ich immer noch nicht lesen kann. Voll der Kurrent-Hype derzeit hier bei meinen Bloggerfreundinnen. Mich hat es noch nicht gepackt, aber jetzt wo du es sagst, stimmt. Meine Mutter hat auch immer gesagt, dass ist in "Deutsch" geschrieben, was ich nie verstanden habe, meine Texte waren ja auch in Deutsch geschrieben, nicht in Latein...
    Ich schicke dicken Musterdank und grüße aus dem abgedunkelten Arbeitszimmer, draußen geht gerade gar nicht, nur Wäschetrocknen.
    Liebe Grüße
    Michaela

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  9. Liebe Ulrike,
    "die Deutsche Schrift" habe ich in der Schule nicht gelernt, Gott sei Dank, denn als umerzogene Linkshänderin hatte ich schon genug Probleme beim Schreiben, bis heute halte meinen Stift verkrampft, schreibe sehr ungern mit der Hand, habe beim Schreiben Schmerzen in der Hand. Bis zur 4. Jahrgangsstufe wurde die Schrift benotet, immer meine schlechteste Zensur.
    Bei uns in der Stadt ist es brütend heiß, ich fahre jetzt zu einem 20 km entfernten Basaltsee in der Rhön.
    viele Grüße Margot

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  10. Na, da hat Tabea ja was losgetreten. Deine Musterbordüren sind traumhaft schön. Für mich hat die Kurent eh eine hohe grafische, strukturelle Qualität, das hast Du wunderbar genutzt. Danke fürs Zeigen! Bereitet mir sehr großes Vergnügen. Ganz herzlich, Elvira

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  11. Ich durfte die Kurrent noch in der vierten Klasse lernen, unsere Schule wurde da nämlich 125 Jahre alt, und wir feierten das mit einigen Wochen "wie früher". Geschlagen wurden wir aber nicht ;-). Ich war so begeistert von der Schrift, dass ich sie fleißig geübt habe und noch heute vieles lesen/schreiben kann; wenn ich ein bisschen üben würde, ginge das auch flüssiger. Deine Übungsseiten sind doch klasse, da sehe ich schon, dass Du das nicht zum ersten Mal machst. Und Deine Bordüren... Hach... Schöööön!
    Liebe Grüße von Frau Frosch (die sich einen Teich in den Garten bzw. das Brachland hinter dem Haus wünscht)

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  12. Deine Schriftbordüren sind ganz fantastisch!!! Die hätte ich gerne in Form von Geschenkpapier. Das würde sich bestimmt super gut verkaufen.
    Herzliche Grüße
    Julia

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  13. Liebe Ulrike,
    das ist eine herrliche Schrift, sie erinnert mich an Sütterlin, diese Schrift habe ich novch von meiner Oma gelernt! In der Schule gab es die leider nicht mehr ... aber ich bin froh, daß ich sie gelernt habe, denn ich mag diese alten Schriften sehr gern!
    Deine Schriftbungen in Bordürenform sind wunderbar!
    Die Hitze ist wirklich unerträglich, heute geht es mal ein bischen, aber morgen soll es schon wieder heißer werden ...komm gut durch diese heißen Sommertage!
    Hab noch einen angenehmen und freundlichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  14. Diese alte Schrift sieht wunderschön aus, da war ein Brief noch ein kleines Kunstwerk. Super deine Versuche das wieder aufleben zu lassen, echt dekorativ so als Borten umgemodelt. Dein kleiner Balkon mit dem Arbeitstisch sieht sehr gemütlich aus, schade daß er volle Südseite hat. Aber auch unsere Dachterasse an der Nordseite ist momentan viel zu heiß tagsüber, erst wenn abends die kühle Luft vom nahen Wald und Bach rüberweht, wirds erträglich. Schön wieder was von dir zu sehen. Wünsche dir einen zauberhaften Sommer mit doch noch vielen Balkontagen.
    Liebe Grüße
    Sabine

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  15. Oh wow, wie toll ist das denn? Da kannst du echt stoz auf dich sein! Wunderbar sehen sie aus, deine Schriftbordüren!
    Liebe Grüße Andrea

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  16. Ich bin auch schon immer fasziniert von der Kurrent und dein Flohmarktfund ist ja zum die Finger danach lecken!!
    Deine Schreibübungen sind so schön, die können sich sehen lassen!! Und absolut als Klöppelspitze tauglich!
    ganz liebe Grüße
    Moni

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  17. Spitze Deine Schrift und der Balkon ist wunderbar.

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  18. ich bin ja nicht so ein kurrantfan, aber deine bordüren finde ich klasse damit, besonders auch in weiß auf schwarz - da wirkt es nochmal ganz anders! ich bewundere, wie fleißig du immer schriften übst, ich hab da nicht die geduld zu. aber das machts nichts, weil ich ja gerne auch anderes mache ;)!
    liebe grüße
    mano

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    1. verflixt, wer hat meinen kommentar gefressen? auf ein neues. ich bewundere deine schriften und vor allem deine geduld sehr! die alten schriften lesen zu können, macht freude. leider hab ichs zum großen teil verlernt.... omas kochrezepte auf sütterlin zu entziffern geht grad so, aber dann hörts auf. wenn ich mir selber zugucke, wie ich brushlettering fake, weil ichs net kann, hust, kopfschüttel... und du machst feinste klöppelspitze, hachz. fröhliche grillenzirpige nachtgrüße, eva

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  19. :D Eine Erinnerung kommt hoch! :D
    Ich werde nie vergessen wie fassungslos eine junge Lehrerin die schriftliche Entschuldigung meiner Freundin ansah! "Kann mir das jemand übersetzen?"
    Der Vater meiner besten Schulfreundin schrieb Zeit seines Lebens in Sütterlin, so wie er es in der Schule gelernt hat. Eine meiner Großmütter und die Großtanten schrieben auch nur Sütterlin. Das brachte meine Freundin und mich auf die Idee eine Deutsch-Arbeit komplett in Sütterlin zu verfassen. Trotz Nachspiel hatte sich der Spaß gelohnt.
    Viele Grüße,
    Karin

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