Montag, 15. Oktober 2018

Textil-Kunst - Ziegel - Schriftspielerei

Das war ein schönes Wochenende -
mit netten Begegnungen auf 2 Ausstellungsbesuchen bei goldenem Wetter!
Am Samstag hat mich eine liebe Einladung auf das romantisch gelegene Hofgut Sickenberg bei Bad Sooden Allendorf geführt, ca. 1 Autostunde von hier entfernt. Allein die Überlandfahrt durch die herrlich leuchtenden Wälder war schon ein Genuss!


Hier, in den Gasträumen dieses charmanten, alten Gutshauses stellt Ute, vom Blog Textile Werke, noch bis zum 28. Oktober ihre wunderbaren ARTquilts aus und hatte mich eingeladen, sie dort zu treffen. In Besenhausen konnten wir uns zum ersten Mal austauschen, und ich war nun sehr neugierig, ihre Stoffkunst real zu sehen.
















Utes Arbeiten haben mich sehr begeistert, feinste Stoffschichtungen verschiedenster Materialien, kunstvolle Nähte und Stickereien - man muss einfach ganz nah herangehen, um die ganze Schönheit zu erleben!
Die Werke unter Glas waren schlecht zu fotografieren, aber hier unten zeige  ich noch ein paar Ausschnitte ihrer ungerahmten Stoffkunst.
Beeindruckend schön!
Danke, liebe Ute, für diesen bereichernden Nachmittag!




























Auf dem Hinweg hatte ich hier noch Halt gemacht, denn das Hessische Ziegeleimuseum in Oberkaufungen lag auf der Strecke. Die Ziegelei ist seit 1982 stillgelegt, das Gebäude inzwischen ein Industriedenkmal mit den Sinnesgängen in der Ofenhalle und einem Ausstellungsraum für Kunst.







Hier ist noch bis zum 28. Oktober die Ausstellung REAKTION zu sehen. 
14 Künstler zeigen hier ihre Arbeiten, entstanden in Reaktion auf 2 Bilder einer mazedonischen Künstlerin. 



Sehr spannend, interessant auch die Halle im ersten Stock der Ziegelei, mit einem Teil des alten Ofens!


  


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Gerade ist viel zu viel los, es bleibt kaum Zeit für eigene Arbeiten!
Aber ich habe in der letzten Woche Walnuss-Schalen gesammelt und Tinte 'gekocht'.



Die zerkleinerten Schalen habe ich mit 500 ml Wasser über Nacht eingeweicht, dann eingeköchelt und mit einem Geschirrtuch ausgepresst. Und dies ist mein Ertrag!


 - mit Cola-Pen auf weiß geschrieben - 
Ich bin sehr zufrieden mit meiner Tinte, so ein schönes, warmes Braun!


ColaPen-Handschrift mit Moorlauge auf Packpapier...


... Schrift-Überlagerung durch türkisfarbenen Acrylmarker, inspiriert durch Susannes Oktoberthema in der Papierliebe am Montag: Die (eigene) Handschrift und hier wird gesammelt.
Vielleicht beziehe ich eine Schachtel damit, oder das Papier wird zum Buchcover...



 Zum Schluss noch ein weiteres Wochenend-Highlight, mein erster Kranichzug in diesem Herbst
... allerdings ist es mir sehr viel lieber, wenn sie im Frühjahr wiederkommen und den Sommer ankündigen!


Mittwoch, 10. Oktober 2018

Herbstfrüchte 2 und noch mehr Buntes

Eine große Tüte mit farbenpächtigen Herbst-Geschenken
habe ich gerade von einem wunderbaren Waldspaziergang mitgebracht und viele bunte Fotos.
Hier, in meiner Fotocollage, nur eine kleine Auswahl der herbstlichen Fülle...



 KLICK








Wie in jedem Jahr um diese Zeit, webt die Kreuzspinne ihr Netz zwischen den Balkonblumen. Gerade hat sie eine Wespe eingewickelt...

Auch ein paar Hainbuchen-Samenstände hatte ich vom sonnigen Spaziergang mitgebracht und mit einem ebensolchen Stempel (v. Stempelmine) und gezeichneten Samen im MuMi-Sketchbook festgehalten. Mehr wollte ich eigentlich gar nicht für den Muster-Mittwoch machen...




... und doch hat's mir gestern wieder in den Schnitz-Fingern gejuckt!
Ein knorriges Ästchen, abgezeichnet vom Schlehen-Mitbringsel, ist es geworden - mit Absicht ohne Frucht, damit ich diesen Stempel noch anderweitig einsetzen kann.


Die Schlehen auf der linken Seite sehen aus wie Smilies, also nochmal ohne Grinsemund...


Probeabdrücke des Zweiges zeigten mir, wo ich noch Gummi wegnehmen musste...






Auf dem Farbfinde-Probepapier mit Schlehen noch ein Rezept für Schlehenlikör, mit feiner Feder und Tusche in meiner normalen Handschrift geschrieben...
verlinkt mit der Papierliebe am Montag und Michaelas Herbstmuster-Sammlung.


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Nicht nur der Bilderbuchherbst erfreut mein Herz, 
sondern auch liebe, kunstvolle Post von Eva, Vera, Luis, Karen und Martina!
Wie arm wäre doch das Leben ohne Postkunst-Austausch!


... darum habe ich auch wieder etwas auf den Weg geschickt.
Es ist zwar Tee von gestern, aber erst jetzt habe ich Zeit dafür gefunden, die Cyanotypie-Teeschalen aus dem September zu Collagen zu verkleben.


Beim Kartenschreiben auf Balkonien: Kurzbesuch einer Igelfliege ... und gerade jetzt löst sich der Frühnebel endlich auf und die Sonne kommt wieder durch. So schön!


Sonntag, 7. Oktober 2018

Der niederländische Norden - Urk und Hoorn

1 Woche in Westfriesland mit langjährigen Stempelfreundinnen samt Anhang.
Alle zwei Jahre mieten wir uns ein großes Haus mit genügend Platz zum Werkeln
...und dieses Mal ging es nach Holland.
Tagsüber wurde die Umgebung erkundet, abends gemeinsam gekocht und, und und...


Hier oben im Norden waren wir und haben die rot eingekreisten Orte rund um das IJsselmeer besucht.
(Die äußere Karte habe ich hier entnommen: https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=27597231)

KLICK zum Vergrößern

 Der erste Ausflug ging nach Urk, einem alten Fischer-Städtchen, welches ursprünglich eine Insel war.  Oben auf der Karte kann man die Landgewinnung und Entstehung des Nordostpolders und damit die ehemalige Insellage von Urk 
gut erkennen.


Ein stürmischer, wolkenverhangener Tag - alle Boote lagen im Hafen














Ein altes Holzboot sogar mit meinen Initialen!



Schade, kein blauer Himmel hinter dem hübschen, kleinen Leuchtturm..


Am nächsten Tag hat's dann
durchgeregnet, der einzige Tag, an dem ich ein wenig kreativ war...
aber dann wurde das Wetter immer freundlicher und das nächste Städtchen präsentierte sich im besten Licht.










Über den Deich im IJsselmeer ging es auf die gegenüber liegende Seite.




Wir sind nun in Hoorn, einer malerischen Hafenstadt aus dem 12. Jahrhundert mit unzähligen historischen Baudenkmälern aus ihrer Blütezeit mit internationaler Bedeutung im 17. Jahrhundert .


Ganz wunderschön anzuschauen sind die alten Ziegelhäuser - kein Dachfirst gleicht dem anderen!



















Den Kopf ständig im Nacken, denn die feinsten Details waren meist hoch oben zu entdecken!







 Hoch oben nicht nur Altes - die Niederländer scheinen den Künstler Balkenhol zu lieben, in Sneek werden wir einer weiteren Skulptur von ihm begegnen...



Jetzt geht es aber endlich Richtung Hafen...an alten Seglern kann ich mich nicht satt sehen.






























An der Hafen-Einfahrt
steht Hoorns imposanter Turm aus dem 16.Jahrhundert, der Hoofdtoren. 




Und auch hier sitzt wieder das Wappentier der Stadt, ein Einhorn.


Viele Seefahrer und Entdecker starteten von Hoorn aus auf ihre Reisen, daher diese Bezeichnung Kaap Hoorn für den südlichste Punkt Südamerikas! 

Da ich ja nicht so häufig verreise, fällt mein Bilderbericht auch etwas ausführlicher aus - 3 Städtchen folgen noch, aber Hoorn hat mir am allerbesten gefallen.