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Montag, 9. Juli 2018

Nachlese Stempel-Stammtisch - Vorschau Transfers mit Gelliplate

Kreative Blockaden kennen wir ja wohl alle...
wenn man vor einem leeren Blatt sitzt und einfach nicht weiß, womit man anfangen soll, wenn sich partout keine zündende Idee zu einem gestellten Thema einstellen will...


So ging es mir zunächst auch mit unserem Juni-Thema beim Stempel-Stammtisch CALL THE DOCTOR!


Dann ist aber doch noch diese Karte dabei heraus gekommen.
Allerdings bezweifle ich, dass ein Arzt bei kreativen Blockaden wirklich helfen kann.


Das Juli-Treffen haben wir eine Woche vorgezogen, weil unsere Pizzeria Italien-Urlaub macht -
und einmal wieder das allseits beliebte Thema
 3 STEMPEL auf dem Programm.

 Ausschließlich aus diesen Dreien musste dann jeder eine Karten-Idee entwickeln!


Bei mir ist diese, etwas surrealistische Collage entstanden...


Auch die Mai-Karte hatte ich noch gar nicht gezeigt, vielleicht, weil sie mir selbst nicht gefällt...
URLAUB ist ja etwas ganz Wunderbares - aber als Thema schon so schrecklich 'abgenutzt'!



Als Stempel-Collage verarbeitet, mein Brainstorming, was ich persönlich mit Urlaub verbinde:
Reisen, möglichst mit dem Auto, Sonne und Wärme, Kunst und Kultur sehen und erleben, natürlich das Meer mit Barfußlaufen und Muscheln und Steine sammeln...


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Für die Sommermonate hat Frau Susanne Nahtlust in der Papierliebe am Montag das interessante Thema FOTOGRAFIE ausgerufen, für mich ein guter Grund, mich nach Langem einmal wieder mit Transfers zu beschäftigen. Die Gel-Transfers in der letzten Woche haben gut geklappt, aber funktioniert auch die Resist-Technik mit der Gelli-Plate? Frische Gelantine-Platten habe ich kürzlich dafür gegossen...


...und jetzt Lust und Frust, wie Karen es so treffend bei ihren Versuchen beschrieb, selbst erlebt!
Stundenlange mehr bzw. eher weniger zufriedenstellende Zeitungs-Umdrucke mit viel Ausschuss!
Portraits wollte ich abbilden...es gelang aber nur teilweise, sowas macht mich ja verrückt!



Mit Tieren hatte ich dann mehr Glück!
Links: Schwarzspecht im Original, ein Zeitungsfoto
Mitte: Negativ auf der dünn schwarz eingewalzten Gelliplate
Rechts: Abdruck auf Papier, nach erneuter Farbschicht in Blau


Über meine Ergebnisse und Erfahrungen mit dieser zermürbenden Transfer-Technik gibt's bald noch einen extra Beitrag - diese Vorschau schicke ich schon mal in Susannes Sammlung.


Montag, 2. Juli 2018

Foto-Gel-Transfer & Mohnwanderung 1

Eine meiner großen Leidenschaften ist ja das Fotografieren 
- ohne Kamera geh ich nicht aus dem Haus - so freut es mich besonders, dass Susanne in der Papierliebe am Montag für die Sommermonate FOTOGRAFIE zum Thema gemacht hat!
So habe ich mich am Wochenende mal wieder mit der Technik des Gel-Transfers beschäftigt und gleich ein paar Fotos meiner schönen Mohnwanderung dabei verarbeitet.


In meinem alten ART-Journal gibt es noch einige wenige freie Seiten.
Eine davon habe ich mit Schnipseln aus Büchern und Tapes wild beklebt...


KLICK

... dann die Seite mit verdünntem Gesso ungleichmäßig dicht überzogen. 

Nach dem Trocknen wurden nun die Fotos (ausgedruckt mit meinem Tintenstrahldrucker) mit Golden Gel bestrichen und aufgeklebt.

Wiederum nach dem Trocknen wird das Papier angefeuchtet und mit dem Finger abgerubbelt.

Hier links -   das Originalfoto - ja, ich habe vergessen, es zu spiegeln...

rechts - der Transfer, der den Hintergrund ja immer etwas durchscheinen lässt. (Weniger Gesso wäre besser gewesen!)



... und noch mal ganz nah hier unten:



Mohn auf einem Stück alter Straßenkarte mit dem Gebiet des Tagesausflugs,
hier nur am Rand ein wenig Gesso...
















Wie wunderbar, einmal wieder echte Kornblumen im Korn dort zu sehen - sie musste natürlich auch ins Journal!

Ich finde ja, hier kommt der antike Charme des Foto-Transfers besonders gut zur Geltung!



Sonntag Nachmittag 
Schriftübung auf Balkonien - mit den Großbuchstaben bin ich noch nicht sicher...



... Schlafmohn-Transfer auch im Übungsheft.
links, mit Gesso - rechts ohne, zu dunkler Untergrund, da kommt das Motiv nicht gut raus



Jetzt bin ich schon sehr gespannt, welche Ideen sich in der Papierliebe-Sammlung zum Thema Fotografie bereits eingefunden haben...

Über meine Mohn-Wanderung werde ich im Laufe der Woche noch fotografisch berichten!


Sonntag, 6. Dezember 2015

Kalender ART - Dezember 2015

Mein Küchenkalender
hängt jetzt schon ein paar Tage - und heute, am Nikolaustag will ich ihn auch zeigen.
In diesem Monat habe ich wieder viel Persönliches mit eingebaut: das Geschenkpapier steht für Geschenke; Weihnachtsbriefe wollen noch geschrieben werden; die Nebenkosten-Rechnung ist noch nicht vom Tisch; meine Schlange wird bald ihr Winterquartier beziehen; mein Sohn feiert runden Geburtstag; meine Tochter wird zu Weihnachten ihr erstes eigenes neues Auto vorführen; natürlich wird dann auch wieder gesungen, und klar, es wird auf jeden Fall wieder ein 'teurer' Monat!


Schnipselhintergrund aus alter Buchseite, Noten, Geschenkpapier


Das Ganze habe ich dann mit Gesso und Gold überzogen und dann mein Gel-Transfer-Bild aufgeklebt. Dieses Renaissance-Motiv (v. ItkuPilli ausgedruckt) mag ich sehr, besonders diesen sanften Blick! Es macht mich ganz verrückt, dass ich trotz intensiver Suche, nicht habe herausfinden können, von welchem Meister es stammt. 
Es stellt einen jungen Mann mit Heiligenschein und Speer dar, ohne Flügel, ist also kein Engel... weiß jemand von euch, wer es gemalt hat? (Marion, du vielleicht?)
Nachtrag: Jetzt kenne ich den Maler, Johanna hat mich auf die Spur gebracht: 
Der Jüngling ist von Giovanni Antonio Boltraffio, einem Schüler Leonardos (das sieht man auch)! Da Vinci hat diesen jungen Mann aber auch gemalt, deswegen war er mir auch so vertraut.




Von dem ursprünglichen Hintergrund ist nicht viel übrig geblieben..
und das Bild schimmert viel goldener, als hier auf dem Foto herauskommt. Ich bin ja eigentlich kein Glitzer-Fan, aber in dieser Zeit darf auch bei mir etwas Goldenes sein.
Meine Collage entspricht dem Monatsthema bei AJJ, also verlinke ich es dort hin.
Stempel: Carabelle, Raja Stamps, MaVinci, Aladine


Dienstag, 17. November 2015

Deer = Hirsch, Reh, Wild

Ein Hirsch für mein ArtJournal
Vor ein paar Tagen schon habe ich den Hintergrund in meinen alten Journal vorbereitet; habe einen Teil meiner Notizen mit alten Buchseiten überklebt, ein paar Stempelabdrücke dazu, Gesso, ein wenig Farbe und Matte Medium darüber gegeben. 
Ich wollte auf jeden Fall einen Hirsch in Bewegung malen - inspiriert durch
 Eadweard Muybridge (1830-1904) einem britischen Pionier der Fototechnik.
Eine seiner berühmten Serienaufnahmen eines Bewegungsablaufes sollte mit auf's Bild!


...und da mir jetzt endlich auch Gel-Transfers zuverlässig gelingen, habe ich diese Technik hier wieder eingesetzt. Auf dem Bild oben entferne ich gerade die oberste Papierschicht und freue mich, dass der Schrift-Hintergrund so gut durchscheint.
Unten: die fertige Reihe


Meine Idee für diese Seite entstand, als ich das unglaublich beeindruckende Hirschfoto bei Tammie im Blog gesehen habe und unbedingt mit einem Betrag an der Deer-Drawing-Challenge dabei sein wollte. Das ist mein erster Hirsch, mit Acrylfarbe aufgemalt.
Als er fertig war, sah er irgendwie komisch aus, bis mir auffiel, dass ich sein Ohr vergessen hatte!
Stempel: Urban Stamps, Finnabair,BoBunny und Tapes



Montag, 16. November 2015

Hund gefunden

oder:  Glück für Charly
In der letzten, noch trockenen Woche war ich zu einem nahe gelegenen Park mit altem Baumbestand unterwegs, um Laub für das Winterquartier meiner Schlange zu holen. Auf dem Rückweg sah ich schon von Weitem ein Mini-Tierchen - ich mag gar nicht Hund dazu sagen - am Bürgersteig-Rand herumwuseln. Der offensichtlich noch junge Chihuahua war ganz allein und gefährlich nah am Rand der viel befahrenen Straße. "Hey, wer bist denn du?" ... er kam auf mich zu, hüpfte dann aber gleich weiter über die Seitenstraße hinweg! Da konnte ich doch einfach nicht weitergehen, denn noch immer war kein Besitzer zu sehen.


So habe ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Chihuahua auf den Arm genommen, nachdem ich ihn dann endlich hatte - ein Hauch von Nichts, viel leichter als eine Katze und wollte dann die Häuser in der Nähe abklappern, um sein Zuhause zu finden. Gleich beim ersten Klingeln in einem Mehrfamilienhaus in der Nähe hatte ich Erfolg: " Ja, das ist Charly!" Der junge Familienvater hatte die Gartenpforte offen gelassen, was Charly gleich ausgenutzt hat.


Dieses Hunde-Erlebnis wollte ich unbedingt in meinem Journal festhalten - so wie hier allerdings nicht. Das hat sich jetzt eher zufällig ergeben, weil ich ein paar Gel-Transfer-Versuche gemacht habe: Sonne und Mond aus Fehldrucken und die Augen aus einer Zeitschrift. Auch der Hund ist ein Gel-Transfer - ich glaube, jetzt habe ich den Dreh heraus, es klappt super.


Dies alles sinnvoll miteinander zu verbinden, war eine echte Herausforderung, so ist mit Pinsel und Acrylfarbe diese Doppelseite zu meinem Tages-Erlebnis entstanden.
Mein gesammeltes Laub zeigt die Herbstfarben, die bei AJJ zur Zeit gefragt sind.