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Montag, 23. Juli 2018

Suminagashi vertreibt den Copic-Gellidruck-Frust

Neue Techniken auszuprobieren reizt mich immer sehr, 
und es gibt so viel, was ich noch nie probierte habe. Dieses Mal habe ich es nicht auf die lange Bank geschoben und letzte Woche zwei Zuhause-Workshops gemacht mit gemischtem Erfolg.


Kleines Ratespiel: Was ist das wohl?


Auflösung: Es ist die Hälfte meiner großen, neu gegossenen Gelli-Plate!
Sie hat der Hitze auf dem Balkon nicht standgehalten und war teilweise an der Plastikunterlage fest geklebt... jetzt wird alles wieder eingeschmolzen und neu gegossen.


Also ging es in der kühleren Wohnung weiter. Auf dem Gelli-Arts-Blog hatte ich  gesehen, dass man auch mit Copic-Markern auf den Gelantine-Platten malen kann.
Ein Zeitschriftenfoto wird zur Vorlage unter die Platte gelegt und grob mit Alkoholmarkern abgezeichnet.


Darüber walzt man Acrylfarbe und nimmt den Abdruck auf Papier...


Keine Ahnung, ob es an den falschen Acrylfarben lag, an der schlechten Druckplatte, oder an der Hitze - 
meine ersten Erfahrungen mit dieser Technik fielen alles andere als befriedigend aus! 
Dabei eröffnet sie doch so viele Möglichkeiten, auch mit eigenen Zeichnungen...



Hier habe ich nur Werbe-Fotografien verwendet , und wenn's kühler ist, will ich es noch einmal probieren. 
... mein kleiner Wochenbeitrag für Susannes Papierliebe-Sammlung mit dem Thema Fotografie...


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Im Briefkasten: wunderschöne Juli-Post von meinen beiden Monatskarten-Tauschpartnerinnen:
Kalligrafisches von Karen - Vorurlaubsimpressionen von Christine


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Nach den frustrierenden Copic-Drucken brauchte ich dringend etwas Aufbauendes,
da sollte das alte japanische Verfahren des Suminagashi doch genau das Richtige sein!
Die Müllerin hatte es letzte Woche hier vorgestellt - es sah so einfach und entspannend aus... und ich konnte draußen unterm Sonnenschirm arbeiten.
Man braucht nur: eine Schale mit Wasser, wasserfeste Tusche, Spülmittel, Pinsel und Holzstäbchen


Im Wechsel wird dann Tusche und Spülmittel auf die Wasseroberfläche sanft getupft - durch Verdrängung bilden sich zauberhafte Ringe, die man auf Papier oder Stoff festhalten kann! 


Auch hier brauchte es etwas Zeit, bis ich den Dreh raus hatte. Das hier unten war mir alles noch viel zu blass. Dann Tests mit verschiedenen Tuschen und Papieren...




... dann kam mir der ultimative Gedanke, einmal Inkjet-Fotopapier zu probieren!
Ja, so farbintensiv macht es noch mehr Spaß, selbst die feinsten Linien werden abgebildet!
Weil man sich hierbei ja nur wenig bewegt, ist Suminagashi eine ideale Beschäftigung für die derzeitigen Hitzetage. Kommt alle gut durch die Woche!